Apple vs. Samsung: Der Streit geht in die nächste Runde
Heise.de schreibt "Samsung wehrt sich gegen das Verkaufsverbot für sein Galaxy Tab 10.1. Man werde das Urteil des Düsseldorfer Landgerichts "aktiv und umgehend" anfechten, erklärte das Unternehmen. Die Entscheidung schränke die Wahlmöglichkeit der deutschen Verbraucher erheblich ein und behindere den Fortschritt in der Branche. Vor dem Landgericht hatte sich am heutigen Freitag Apple mit seinem Antrag durchgesetzt, den Verkauf des Samsung-Tablets in Deutschland zu verbieten."
Ich denke zum Thema Schöpfungshöhe des Apple-Geschmacksmusters und (negativer) Imagepflege wurde schon einiges gesagt.
Das Vorgehen von Apple ist meiner Meinung nach für Apple
wirtschaftlich sehr riskant. Solche Prozesse werden üblicherweise nur
gegen kleine Firmen geführt, die man kaputt klagen kann.
Samsung ist ein großer Fisch, der durchaus in der Lage ist einige
hunderttausend Geräte in Deutschland abzusetzen und auf dem Weltmarkt
einige Millionen Einheiten.
Wenn Apple die Einfuhr von Samsung Geräten verhindert, dann werden
die Konsumenten nicht automatisch Apple Geräte kaufen. Es entsteht
eine negative Verkaufsbilanz, die entweder Apple oder Samsung wird
tragen müssen.
Anders aber als bei einem kleinen Unternehmen, kann Samsung dadurch
nicht pleite gehen, so dass der Nutzen für Apple nur kurzfristig ist.
Die Apple Inc. klagt weltweit gegen Samsung. Sollte Apple einige der
Klagen verlieren, dann wird Samsung Ersatzansprüche in Milliardenhöhe
geltend machen können und diese Summen schmerzen auch Apple.
Möglicherweise zielt Apple auch auf den Abschreckungseffekt. Nur auch
hier ist Samsung ein zu großes Ziel.
Ich als Aktionär von Apple wäre wegen der Prozessrisiken durchaus
angepisst.
Auch das die Panels fürs iPad 2 wieder von LG statt von Samsung ist etwas Kurios. Ein Schelm, wer dabei denkt, Apple möchte sich vor Retourkutschen von Samsung
schützen. Ich denke, da ist noch mehr in die Brüche gegangen durch diese ganzen
Geschmacksmusterstreitigkeiten.
Patent Wahn?
Beschäftigt man sich nicht gerade beruflich mit dem Thema, ist es schier unmöglich die im Tagesrhythmus wechselnden Patent-Streitigkeiten noch zu überblicken. Nicht nur die Anzahl der rechtlichen Auseinandersetzungen ist seit Anfang des Jahres exponentiell angestiegen auch die Akquisitionen der vergangenen Tage tragen zusätzlich zur Verwirrung bei. Quelle.

